„Freunde zu Besuch“ heißt die Serie. Nicht im Fernsehen, sondern im Weingut am Nil. Einer der berühmtesten deutschen Köche, den die ganze Nation spätestens dank seiner „Restaurant-Tester“ Sendung auf RTL kennt, hat im Kallstadter Weingut aufgekocht. Neben Lieblingsgerichten servierte er auch heitere Anekdoten und philosophische Küchenweisheiten.

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Befreundete Köche lädt Geschäftsführer Michael Hamann gerne ins Restaurant „Große Vinothek“
im Weingut am Nil zum Gast-Kochen ein. In diesem Jahr: Christian Rach.  © Michael Hamann

Seit Wochen war die Veranstaltung ausgebucht. Knapp 80 Gäste hatten Tickets ergattert und genossen den köstlichen und spannenden Abend in der „Großen Vinothek.“ Dies ist der Name des Restaurants im Weingut am Nil. Der Raum war nur in Kerzenlicht getaucht, und ein Feuer knisterte heimelig im Kamin, als Christian Rach aus seinem Leben erzählte. Sein Name geht aktuell dank seiner großen Zivilcourage durch die Medien. Gleich zu Beginn der Veranstaltung gestand er, seit sechs Jahren nicht mehr öffentlich gekocht zu haben. Umso geehrter fühlten sich die Gäste. Christian Rach bereitete gemeinsam mit dem Küchenteam vom Weingut am Nil seine Lieblingsgerichte zu, Kellermeister Johannes Häge begleite das Menü mit Raritäten und Schätzen aus seinem Weinkeller: entweder schon lang ausverkaufte Weine, wie der 2013er Riesling vom Herrenberg, oder Weine, die noch nie präsentiert wurden, wie der 2015er „Löwenblut“ Likörwein.

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Nach Hans Neuner, Frank Rosin, René Gabriel und Alfons Schuhbeck ist Christian Rach der fünfte Star-Gast,
der die Gäste am Nil unterhielt und verwöhnte. © Michael Hamann

Von Star-Allüren keine Spur. Er ist einer der bekanntesten TV-Köche Deutschlands, erhielt für seine Sendung „Rach der Restauranttester“ den Deutschen Fernsehpreis und hat in seinen Restaurants Sterne und Hauben erkocht. Aber wer Christian Rach an diesem Abend erlebt hat, dem bleibt vor allem ein Wort in Erinnerung: Demut. Das Menü hat er nicht nur selbst aus seinen Lieblingsgerichten kreiert, er stand auch selbst hinter dem Herd, sammelte vorher eigenhändig die Feigen von den Bäumen, unterhielt zwischen den Gängen die Gäste und ging erst zu Bett, als die Küche wieder sauber war und nachdem er gemeinsam mit dem ganzen Team eine Feierabendflasche ausgetrunken hatte. Wer ihn beobachtete, merkte schnell: Er genoss es, einen Tag lang Teil des jungen Löwen-Teams am Kallstadter Weingut zu sein.